G-20 – Versuch einer Einordnung (vol. 8)

http://gty.im/813088962 Auch eine Woche nach dem G20-Gipfel in Hamburg ebbt der mediale und politische Rummel nur langsam ab. Zu groß die Dimension der Gewalt, zu groß das mediale Sommerloch, das es damit zu füllen gilt. Ging es vor Wochen noch um einen etwas größeren Hafengeburtstag (Scholz), stehen heute linke Zentren wie die Rote Flora zur Disposition, kommt es zu Talkshow-Eklats und überschlagen sich die Verantwortlichen mit immer neuen Forderungen, um in guter alter von-der-Leyen-Taktik durch vorpreschenden Aktionismus die vermeintliche Kontrolle über die Situation zu suggerieren. Und dann ist da noch Angela Merkel. Sie…Read more …

Trump bleibt Trump! – Versuch einer Einordnung (vol. 7)

http://gty.im/691275218 Eigentlich bietet Trumps Präsidentschaft bisher alles, um auch verwegene journalistische Sehnsuchtsträume Realität werden zu lassen. An Trump, Spicer, Ivanka und Co. kann man sich als altehrwürdiges Mitglied der Journaille fast jeden Tag auf ein Neues abarbeiten –  immer mit der Gewissheit, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Geholfen hat es bisher freilich wenig. Trump ist weiterhin im Amt, die ersten 100 Tage hat er – wenn auch nicht glanzvoll – überstanden und es scheint, als habe Merkel in Trump ihren Meister gefunden, wenn es darum geht, vermeintliche oder echte Skandale…Read more …

Lesenswert: Gapminder – Hans Rosling

http://gty.im/148202581 In Zeiten von „fake press“ Trump und „better no press“ Erdogan, inmitten des französischen Präsidentenwahlkampfs und kurz vor dem Start der Brexit-Verhandlungen haben wir uns alle eine kleine Verschnaufpause verdient. Leider beginnt auch diese mit einer schlechten Nachricht: Am 7. Februar ist Hans Rosling, schwedischer Professor und Gründer von Gapminder, in Stockholm verstorben. Gapminder, Roslings Lebenswerk, zeigt uns, dass es in unserer Welt auch noch good news gibt. Großartig visualisiert und intuitiv verständlich erfährt man, was sich in den vergangenen Jahrzehnten alles zum Besseren verändert hat. Ob Unterernährung in China oder HIV…Read more …

Ein kurzer Zwischenruf – Berlin

http://gty.im/630305998 Der Anschlag des gestrigen Tages liest sich wie der logische Abschluss eines Jahres des Terrors in Europa. In Erinnerung bleiben werden vor allem die Attacken in Brüssel, Nizza und Berlin. Anschläge auf unsere europäischen Herzen, ganz egal in welchem Land sie stattgefunden haben. Ob am französischen Nationalfeiertag oder auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin, die Strategie der Terroristen bleibt die gleiche: die Spaltung unserer Gesellschaften, das Säen von Hass und Zwietracht, das Stiften von Angst. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Wir dürfen alle Angst haben, wütend sein und traurig auf diese abscheuliche…Read more …

A First Take on Last Night – How Can You be so Wrong, NYT?

After last night, I just want to share two pieces from the media outlet I most admire – the New York Times. Both of them show, in their very own way, what happened and more so, why it could happen. The first one is a screenshot I took from NYT’s election forecast page at about 5:50am (CET) showing the respective chances for Trump and Clinton to be elected POTUS starting at about 12:00am (CET): Over the course of about 4 hours [sic], the chances of Clinton being elected president fell from well over…Read more …

Bezüglich CETA, oder auch: Die scheiternde Union – Ein kurzer Zwischenruf

http://gty.im/616217274 (Links der wallonische Präsident Paul Magnette und rechts der Präsident des europäischen Parlaments Martin Schulz) Nein, die EU ist derzeit wahrlich nicht in ihrer besten Verfassung. Man könnte auch anders formulieren: Selten stand es schlechter um das alte Kohle- und Stahlregelwerk, das sich in den vergangenen Jahrzehnten zu unserem Anker für Stabilität und Prosperität auf dem alten Kontinent entwickelt hat. Die Idee einer Union für Frieden und Sicherheit scheint nur noch wenig zu bedeuten in Zeiten, in denen Themen wie Brexit und „Flüchtlingskrise“ die Agenden bestimmen. Dass die EU aber auch in…Read more …

Lesenswert! Jahrestag des Massakers von Babyn Jar

(Bild: Hamburger Institut für Sozialforschung)  Heute vor 75 Jahren verübten die Nationalsozialisten in der Schlucht von Babyn Jar bei Kiew das größte Massaker des gesamten zweiten Weltkriegs. 33.771 Juden wurden innerhalb von zwei Tagen von SS-Angehörigen ermordet. Unter dem Vorwand einer Umsiedlung wurde die jüdische Bevölkerung Kiews aus der Stadt gelockt und dann in der Babyn Jar Schlucht grausam ermordet. Neben vielen anderen Medien erinnert die Spiegel Online Rubrik "einestages" heute in mehreren Artikeln an die Ereignisse vom 29. September 1941. Zum eigentlichen Artikel geht es hier, einen Kommentar von Florian Harms findet ihr hier. Trotz oder…Read more …

Der Spuk geht auch im Norden weiter – AfD auf dem Vormarsch

http://gty.im/599187146 Das politische Beben am vergangenen Sonntag war stark genug, um mit einer der ehrenvollsten Regeln internationaler Diplomatie zu brechen: auf dem Boden eines Gastlandes äußert man sich nicht zu innenpolitischen Entwicklungen in der Heimat. Die Kanzlerin sah sich jedoch noch vor dem nahenden Rückflug nach Deutschland gezwungen, vor die Kameras zu treten, um im fernen Hangzhou das Ergebnis des Wahltags in Mecklenburg-Vorpommern zu kommentieren. Wo es Stunden zuvor noch um die globalen Krisen unserer Zeit und die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens ging, war plötzlich die profane Landtagswahl in einem 1,6 Million-Einwohner Bundesland…Read more …
Perfekt ist gerade gut genug – der Fall Tesla

Perfekt ist gerade gut genug – der Fall Tesla

Der 7. Mai war ein schöner Tag in Williston, Florida. Hier im Hinterland der Golfküste fuhr Joshua Brown mit seinem schwarzen Tesla Model S den Highway 27 Richtung Osten. Oder besser gesagt: Er ließ fahren. Sein Tesla war im sogenannten Autopilot-Modus unterwegs. Einer Funktion, die Tesla vergangenen Oktober eingeführt hat und die dem Fahrer im täglichen Verkehr das Leben erleichtern soll. Deutsche Hersteller nennen so etwas weniger pathetisch Fahrassistenzsysteme. Die gibt es zum Spurwechseln, Überholen, Einparken, Abstand halten und wenn alle dahinterliegenden Technologien perfekt miteinander harmonieren, dann fährt das Auto autonom. Im Mai hat…Read more …
In Zukunft nur noch 27 – Versuch einer Einordnung

In Zukunft nur noch 27 – Versuch einer Einordnung

Mit ein paar Tagen Abstand und nachdem sich die ersten Emotionen gelegt haben, lohnt ein etwas nüchternerer Blick auf das Ergebnis von vergangenem Donnerstag: Die Briten wollen also nicht mehr. Das ist ihr gutes Recht. Ob sie bereit sind, die Konsequenzen ihrer Entscheidung zu tragen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Richtig spannend wird es erst, wenn die konkreten Austrittsverhandlungen mit Brüssel beginnen und das wird – schaut man auf das politische Chaos in London – noch eine ganze Weile dauern. Wirklich spannend an der Brexit-Debatte ist, dass die Befürworter mit vielem,…Read more …